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Aus dem Schwarzwälder Boten (online) vom 07.10.2018:

Bild der ehemaligen Abiturienten

Am Wochenende wurden ehemalige Schüler aus ganz Deutschland am Calwer Schießberg erwartet. Das Hermann Hesse-Gymnasium (HHG) Calw und der Ehemaligenverein luden zum vierten großen Ehemaligentreffen ein.

Nach Jahrzehnten sitzen sie wieder vergnügt auf den Schülerstühlen in ihren ehemaligen Klassenzimmern. Die früheren Schüler des Calwer Hermann Hesse-Gymnasiums sind aus der ganzen Umgebung und auch aus weit entfernten Orten zusammengekommen. Sie wollen vor den eigentlichen Klassenfeiern am Abend in Calwer Gasthäusern ihre alte Schule sehen, genau wissen was sich inzwischen dort getan hat und ihre ehemaligen Schulkameraden und Lehrer treffen. Dieses Vorhaben ist dank der Vorstandsmitglieder des Vereins der ehemaligen Schüler des HHG Calw sowie engagierter Lehrkräfte und Eltern gelungen. Vom Ehemaligenverein sind die einstigen Lehrer Klaus Bruckmann und Angelika Hartmann da, und auch ein Helferteam um Ex-Abiturient Rüdiger Waurig sowie die Vereinsvorsitzende Margot Irion hat sich eingefunden.

"Ein Ehemaliger reist extra aus Calgary (Kanada) an. Er gehört mit drei weiteren Klassenkameraden zum Abiturjahrgang 1954, dem ältesten der sich angemeldet hat", freut sich Irion. Ansonsten kommen die Ehemaligen aus der ganzen Bundesrepublik, aus Flensburg, Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Tübingen, dem Bodensee und der Schweiz. Herzliche Begrüßungs- und Wiedererkennungsszenen spielen sich ab.

"Abiturjahrgänge bis zum Jahr 2017 sind vertreten, allerdings nur sehr wenige von den Endachtzigern bis 2001, da hier nur wenige Adressen vorliegen", bedauert Irion. Grußwortredner Günther Roller vom Abi-Jahrgang 1968 ist mit seinem Jahrgang sehr rührig. Der heute 69-Jährige Wendlinger, der aus Stammheim kommt, sammelt derzeit in seiner alten Klasse Geld für ein oder zwei Sitzbänke für die Gänge in der Schule. "Abi ’68 – hier darf man sitzen bleiben!" soll dann einmal die Inschrift lauten.

Der Ostelsheimer Fabian Gehring (Abiturjahrgang 2010) wird in diesem Monat einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg aufnehmen und gibt mit Klavierstücken von Ludwig van Beethoven und Frédéric Chopin bei der Auftaktveranstaltung in der Aula schon einmal eine Kostprobe seines Könnens. "HaHaG – Humor an der Schule" lautet der Titel des Vortrags von Barbara Wild (HHG Abiturjahrgang 1981). "Humor ist eine wichtige Fähigkeit, die menschliche Kontakte erleichtert und hilft, auch mit schwierigen Lebenssituationen zurecht zu kommen", unterstreicht die Ärztin, Buchautorin und Psychotherapeutin, die seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Kabarettisten und Mediziner Eckart von Hirschhausen pflegt. Die Organisatorin Irion hat inzwischen gezählt: "Rund 200 Ehemalige nehmen heute an unserem Treffen teil", meint sie lächelnd.

Viele Klassenzimmer stehen zum Anschauen, Treffen, Begegnen und Erinnern zur Verfügung. Ein Pädagogenteam um Schulleiter Markus Köcher und die stellvertretende Schulleiterin Sabine Zoufaly bietet Führungen an. Man befinde sich unterrichtstechnisch inzwischen im Zeitalter des "Digital Native" (Generation, die in der digitalen Welt aufgewachsen ist), hebt Köcher launig hervor. "Es gibt aber auch noch Kollegen, die an die Tafel schreiben", meint er schmunzelnd. Die Skala der anwesenden Berufe der ehemaligen Gymnasiasten reicht vom Ingenieur, Physiker und Architekten über Arzt, Pädagogen, Sozialarbeiter und Juristen bis hin zum Professor und erfolgreichen Unternehmer. Alte Erinnerungen werden ausgetauscht und immer wieder wird die Frage nach den derzeitigen Lebensverhältnissen gestellt.

Als am späten Nachmittag die gemeinsame Verabschiedung im Forum am Schießberg erfolgt, wird zum Abschied noch ein Volkslied gesungen: "Nehmt Abschied Brüder, schließt den Kreis, das Leben ist ein Spiel und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel. Es ist in jedem Anbeginn das Ende nicht mehr weit, wir kommen her und gehen hin und mit uns geht die Zeit."

(T: Bettina Bausch, F: Bausch/Schwarzwälder Bote)

Eine Bildergalerie folgt im Laufe der Woche (Lu)

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