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Da es eine wesentliche Aufgabe von Schule ist, Suchtgefahren zu thematisieren und präventiv einzuwirken, fanden für alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe vom 21. bis 23. November die Suchtpräventionstage statt. Im Vordergrund dieser seit vielen Jahren durchgeführten Projekttage steht die Förderung von Lebenskompetenz und die Stärkung persönlicher Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler sollen darin unterstützt werden, alltägliche Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen. Sie sollen sich in ihrem Handeln als selbstwirksam erleben. So können Suchtgefahren erfolgreich vorgebeugt werden.

Im Vorfeld der Projekttage durften sich die Schülerinnen und Schüler für 6 der insgesamt 11 Workshops entscheiden. Angeboten wurden die Workshops zum einen von externen Fachleuten, wie zum Beispiel den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachstelle Sucht, der Jugendgerichtshilfe oder des Frauenhauses Calw. Auch Lehrerinnen und Lehrer des HHG leiteten Workshops, zum Beispiel zu den Themen Ernährung, Entspannung, Mixgetränke ohne Alkohol, Zivilcourage oder gefährliche religiöse Bewegungen.

Mit welchen Erwartungen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 sich für bestimmte Workshops entschieden, was dann tatsächlich in dem jeweiligen Workshop thematisiert wurde und welche Aspekte für einen bleibenden Eindruck sorgten, zeigen die nun folgenden Berichte dreier Schülerinnen:

Charlotte:

Ich habe mich auf den Workshop „Mixgetränke ohne Alkohol“ besonders gefreut, weil ich schon öfter alkoholfreie Cocktails gemixt habe und mir das Spaß macht. Nachdem wir verschiedene Gläserarten in einem Rätsel kennengelernt haben, erklärte uns Frau Schuler, wie man Cocktails dekorieren und wie man sie zubereiten kann. Danach durften wir uns von 17 verschiedenen Cocktails zwei bis drei aussuchen, sie mixen und genießen. Dieser Workshop hat sehr viel Spaß gemacht. 

Als ich mich für den Workshop „Begleitung in Jugendstrafverfahren“ der Jugendgerichtshilfe Calw eingetragen hatte, wusste ich nicht so richtig, was mich dort erwarten würde. Als erstes haben wir besprochen, weshalb man als Jugendlicher bestraft werden kann und worin bestimmte Straftaten bestehen. Danach haben wir eine Gerichtsverhandlung nachgespielt. Nun wissen wir, was genau bei solch einer Verhandlung geschieht. Der Workshop war sehr interessant.

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Malin:

Der erste Workshop, den ich besucht habe, hieß „Zivilcourage“ und war vielleicht etwas ungewöhnlich im Bezug auf Sucht, aber trotzdem sehr interessant. Ich hatte eher z.B. „Nein sagen beim Gruppenzwang“ erwartet, doch es ging schließlich darum, einzugreifen, wenn jemand Hilfe braucht, weil er z.B. belästigt oder gemobbt wird. Wir haben dazu Verschiedenes gemacht, unter anderem haben wir anhand von Geschichten über Leute gesprochen, die Zivilcourage gezeigt haben. Was viel Spaß gemacht hat war das Rollenspiel, das wir zu einer solchen Situationveranstaltet haben. Am Ende haben wir noch einen Film angeschaut, in dem drei Schauspieler eine Szene zu Zivilcourage gespielt haben und wir beobachten konnten wie Außenstehende eingegriffen haben. So haben wir in diesem Workshop, geleitet von Herrn Burghardt, viel über Zivilcourage gelernt, außerdem wann man sie anwendet und wie man damit umgeht. 

Ein weiterer Workshop, den ich ausgesucht hatte, war „Entspannung“ von Frau Althaus. In diesem Workshop ging es darum, wie man sich abregt. Wir haben als erstes Atemübungen gemacht und anschließend eine Traumreise, die mit Musik ausklang. Die Bilder die wir uns dabei vorgestellt haben sollten wir danach malen. Später nach einer Feedbackrunde konnte man weitermalen oder auf Musik hören und ruhig werden. Es war ein sehr entspannter Workshop und man ist wirklich ruhig dabei geworden.

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Taliya:

Ich habe mich für den Workshop "Kille die Promille" entschieden, weil ich gerne mal sehen wollte wie es sich anfühlt, betrunken zu sein, ohne mich wirklich zu betrinken. Zuerst haben wir Ideen gesammelt, warum man von Alkohol süchtig werden kann und woran man erkennt, dass man süchtig danach ist. Wir haben außerdem darüber geredet, welche Schäden Alkohol in unserem Körper verursacht. Darauf haben uns die Workshop-Leiter ein Bild gezeigt, das von einer Alkoholabhängigen gemalt wurde. Anschließend haben wir ein kleines Quiz gemacht. Zum Schluss bekamen wir dann endlich spezielle Brillen, durch die man sehr verschwommen gesehen hat. Wir mussten mit der Brille ein Stück Kreide aufheben, das auf dem Boden lag. Das war mit der Brille gar nicht so leicht. Danach haben wir noch eine Geschichte gehört, die von einer Person handelte, die ein schwieriges Leben hatte und deswegen angefangen hat Alkohol zu trinken. Am Ende des Workshops haben wir alle zum Abschied noch eine Süßigkeit  bekommen.     

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Das HHG dankt an dieser Stelle allen am Projekt beteiligten Lehrerinnen und Lehrern. Besonderer Dank gilt aber unseren externen Referenten, ohne deren besonderes Engagement die Präventionstage nicht zu dem beeindruckenden Erlebnis für unsere Schülerinnen und Schüler werden könnten, das sie geworden sind! Vielen Dank!

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