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Mittlerweile ist es schon eine Tradition, dass die Neunt- und Zehntklässler des HHG bei der Calwer Vesperkirche mit dabei sind. Und die Bereitschaft auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, trotz eines sonst schulfreien Nachmittags mitzuhelfen, ebbt nicht ab. Bei der diesjährigen Vesperkirche stellten 38 Neuntklässler und 42 Zehntklässler ihre Arbeitskraft ehrenamtlich zur Verfügung. Nach einer kurzen Einweisung in den jeweils zugeteilten Arbeitsbereich galt es, das Besteck vorzubereiten, das Essen auf Teller zu verteilen, Gäste freundlich zu begrüßen oder zu bedienen, Geschirr zu transportieren oder den Dienst in der Spülküche zu übernehmen.
Bei der Verteilung der einzelnen Aufgaben konnte nicht auf die Vorlieben einzelner ehrenamtlicher Helfer Rücksicht genommen werden. Wer mit wem zusammenarbeitet und wer welche Aufgabe übernimmt, das durften sich auch die Schülerinnen und Schüler nicht selbst aussuchen. Auch das ist Vesperkirche. Jeder packt mit an, alle erledigen ihre Aufgaben, damit die Besucher der Vesperkirche „Zeit. Gemeinsam. Genießen“ können. Der folgende Bericht von Annalena Klink (9c) zeigt, dass selbst Aufgaben, die auf den ersten Blick langweilig erscheinen mögen, dann doch Spaß machen können:

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„Als ich zum Gläserspülen eingeteilt wurde, klang diese Tätigkeit für mich erstmal nicht sehr spannend, sondern eher langweilig oder eintönig. Doch im Laufe des Tages habe ich erfahren, wie viel Spaß es machen kann, die Gläser, Tassen und Untertassen in die Spülmaschine einzuräumen, zu warten, bis diese fertig sind und schließlich alles auszuräumen. Denn dadurch, dass die ehrenamtlichen Helfer, die im Service tätig waren, die schmutzigen Gläser zu uns brachten, hatten wir doch immer wieder Kontakt zu den anderen Mitarbeitern. Da ich letztes Jahr schon bei der Vesperkirche, und zwar bei der Essensausgabe, mitgeholfen habe, war das Spülen der Gläser eine ganz neue und andere Erfahrung. Trotz der zuvor eher negativen Einstellung zum Gläserspülen, hat es mir echt total viel Spaß gemacht und ich hoffe, nächstes Jahr wieder mithelfen zu dürfen.“

Wie Annalena so meisterten alle Neuntklässler ihren ersten Einsatz vorbildlich. Sie waren mit viel Freude und Ernsthaftigkeit bei der Sache. Einige Schüler waren so eifrig dabei, dass sogar nur kurze Verschnaufpausen auf wenig Gegenliebe stießen. Gab es einmal für einige Minuten zum Beispiel kein Essen zu verteilen, so wollte man gleich etwas anderes zu tun haben. Die begleitenden Lehrerinnen, Frau Althaus und Frau Luchner, mussten bei vielen Schülerinnen und Schüler darauf drängen, dass sie eine Pause zum Essen und Erholen einlegten und nicht bis 15.20 Uhr durcharbeiteten. Auch in diesem Jahr gab es wieder die Möglichkeit, neben den üblichen Aufgaben ein ganz eigenes Angebot zu machen. In den letzten Jahren waren das zum Beispiel der technische Support, eine Fotoaktion oder musikalische Beiträge. Dieses Jahr bot Benedikt Götz (9a) den Besuchern der Vesperkirche an, kaputte Kleidung zu reparieren. Unter der Kanzel stellte er seine Nähmaschine auf. Wer ein Loch im T-Shirt oder einen losen Knopf an der Jacke hatte, konnte dies während seines Aufenthalts reparieren lassen. 

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Auf den Einsatz der Neuntklässler folgte am Montag jener der Zehntklässler. Die meisten Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits im letzten Jahr für eine Teilnahme an der Vesperkirche entschieden. Doch Langeweile kam nicht auf, denn die meisten waren diesmal in anderen Arbeitsbereichen als im letzten Jahr tätig. Neben ihrer Tatkraft steuerten sie eine Menge an Spaß und Freude zu der Atmosphäre in der Calwer Stadtkirche bei. Ein großes Lob erhielten sie deshalb nicht nur von ihren Lehrerinnen, Frau Schuler und Frau Luchner. Auch die anderen ehrenamtlichen Helfer waren beeindruckt davon, wie selbstständig und unermüdlich die Schülerinnen und Schüler mitarbeiteten. Über die lobenden Worte freuten sich natürlich auch die beiden Lehrerinnen sehr. Von großer Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler waren vor allem die Begegnungen und Gespräche mit den Gästen der Vesperkirche. Jonathan Traub (10b) beschreibt, wie er bei seiner Arbeit als Servicekraft in Kontakt mit den Besuchern kam: 

„Bei der diesjährigen Vesperkirche gab es auch wieder die Aufgabe, die Gäste zu bedienen. Jeder bekam bestimmte Tische zugeteilt. So konnte man sich gut auf seinen Bereich konzentrieren. Wir Servicekräfte brachten die Suppe, eines der beiden Hauptgerichte und manchmal auch Kuchen. Bereits beim Aufnehmen der Bestellung kam es zu ersten Gesprächen und man konnte so die Leute besser kennen lernen. Beispielsweise erfuhr ich von einigen, wie ihr Alltag so aussieht. Tiefere Gespräche mit den Gästen ergaben sich auch in der Pause. Wir Schüler sollten uns dazu an die Tische setzen und uns bedienen lassen. So lernten wir die Vesperkirche auch aus der Perspektive der Gäste kennen.“

Die Schülerinnen und Schüler spürten so, wie wichtig ein unvoreingenommener und freundlicher Umgang besonders für Menschen in schwierigen Lebenslagen ist. Und sie stellten fest, wie viel Freude es macht, mit größtenteils fremden Menschen gemeinsam für eine gute Sache zu arbeiten. (Text: M. Luchner / Bilder: HHG [Lm])

Anbei noch ein paar weitere Eindrücke von der Vesperkirchenaktion 2019: 

 

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