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Bild Schwarzwälder Bote

Aus dem Schwarzwälder Boten - Online - vom 04.04.2019 (Stöß):

Draußen regnete es kräftig in den April. Im Forum des Hermann Hesse Gymnasiums (HHG) herrschte jedoch eitel Sonnenschein. Mit viel Freude am Musizieren und einem abwechslungsreich bunten Programm sorgten die Klassen 5 bis 10 für einen herrlichen Frühlingsabend. Unter der Leitung der Musiklehrer Julia Schuster, Philipp Ratz, Christian Buchholz und Laurin Luchner stand den jungen Musikern bei jedem Applaus Stolz ins Gesicht geschrieben. Man sah, was es für junge Menschen bedeuten kann, auf den sprichwörtlichen Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen.

Die Streicherklasse der Stufe 6 (Leitung Ashley Pöndl, Philipp Ratz) zeigte Begeisterung an sieben Violinen, zwei Kontrabässen und Violoncelli mit einem Ungarischen Kanon und der "Midnight Serenade". Schuster dirigierte die "Hesse Band" zum Rumba Latina und Enter Sandman. Hier schlug den Mitgliedern dieser neu gegründeten Combo an Drums, Querflöten, Saxofon, Klavier und E-Bass offene Bewunderung der Schulkameraden entgegen.
Buchholz leitete mit seinem eigenen Arrangement von "How far I’ll go" die Musizierklasse 7c zu harmonischen Sangesleistungen an.

Gefangen in Klängen

Mit der früheren Streicherklassenschülerin Claudia Peter trat eine junge Frau an den Flügel, über die jetzt schon eine schier endlose Erfolgs- und Auszeichnungsliste angefertigt werden könnte. Peter brachte mit ihrem virtuosen Tastenspiel zu den "abegg Variationen" von Schumann das Publikum aus Eltern, Mitschülern und Lehrern zum Staunen. Es war ein zu Herzen gehendes Erlebnis, wie sie das Schumann-Stück zelebrierte. Sie selbst, ab und zu mit geschlossenen Augen, tauchte in das Stück ein und schien Raum und Zeit zu verlassen. Angesichts der Stille im Forumsrund war zu vermuten, dass auch jene Mitschüler, die ansonsten dieser Musikrichtung nicht zugetan sind, in den Klängen der Pianistin gefangen waren.
Vielleicht war es auch ein unbewusster Blick in die Zukunft. "Ich war damals dabei, als die Claudia Peter im HHG gespielt hat". Man muss kein Prophet sein, um dieser jungen Frau ein Voranschreiten der Laufbahn vorauszusagen. Übrigens: Der Namen der "Abegg-Variationen", so die Erläuterung von Buchholz, geht auf den Namen einer Dame zurück, deren Buchstabenkombination des Namens A-B-E-G-G von Schumann zu einem Motiv aus den entsprechenden Noten verarbeitet wurde. Das singende HHG-Kollegium schaffte es unter der Leitung von Schuster, das Publikum wieder in die Welt des Swing und Jazz zurückzuholen. Zu Kirby Shaws Arrangement des Dave Brubek Hits "Take Five" ging es für die "ausgewählten, weil besten" Lehrkräfte (Zitat Buchholz) dann aber doch nicht ohne Oberstufenschülerunterstützung und der Pianobegleitung von Luchner.

Die "Hesse-Sänger" (Schülerchor der Oberstufe) bestachen durch Gesang, Choreografie und schöne Lieder. Zu Schusters Arrangements von "Stiches", "Africa" sowie "This is me" unterstützte eine kleine Lehrerband mit Cajon (Ratz), Piano (Schuster), Bass-Gitarre (Buchholz). Mit Samuel Heinrich weiß man im HHG um einen weiteren Edelstein der klassischen Musik in seinen eigenen Reihen. Er brachte gleich ein "eigenes" Klavierquartett aus der Calwer Musikschule mit. Gemeinsam mit Emilia Haefner (Violine), Valentin Stotz (Viola) und Carlotta Raiser (Cello) erzeugten die Vier mit Mozarts Klavierquartett in g-Moll (KV 478) und Brahms’ Klavierquartett, (op. 25) abermals die Aufmerksamkeit im Publikum. Das Frühlingsmedley setzte den passenden Schlusspunkt unter das Frühlingskonzert. Einen schöneren Ausdruck hätte man nicht finden können, als dies die Profilklassen 8 bis 10 taten. Sie sangen "Here comes the sun" und wünschten auf den Nachhauseweg "Get lucky".

(Text: Roland Stöß / Bild: Stöß/Schwarzwälder Bote)

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