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Gruppenbild

Am 22. Mai 2019 unternahmen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 2 mit ihren Geschichtslehrer/innen Frau Althaus, Frau Hahn, Herrn Kuhn und Frau Luchner eine Studienfahrt zur KZ-Gedenkstätte Dachau bei München. Das Konzentrationslager Dachau wurde am 22. März 1933, wenige Wochen nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, errichtet. Es war das erste ununterbrochen betriebene KZ und wurde dadurch eines der bekanntesten.

Außerdem diente es als Modell für alle späteren Konzentrationslager. In den zwölf Jahren seines Bestehens waren hier und in den Außenlagern über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. 41.500 Menschen wurden dort ermordet. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten die Gedenkstätte eigenständig. Dafür standen Audioguides zur Verfügung, damit sich jede Schülerin und jeder Schüler im eigenen Tempo und dem eigenen emotionalen Fassungsvermögen folgend informieren und mit den historischen Geschehnissen auseinandersetzen konnte

Haupttor

Die historischen Informationen und Zeitzeugenberichte wurden so an unterschiedlichen Stationen im Außengelände und in der Ausstellung vergegenwärtigt. Besonders eindrücklich waren die Berichte der Zeitzeugen, die persönliche und authentische Einblicke in das Leben im Lager lieferten. Auch zeigten sie, dass eine Annäherung an den Alltag der vielen verschiedenen Häftlinge auch nur aus vielen verschiedenen Perspektiven erfolgen kann.

Arbeitmachtfrei

Unter den Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau befanden sich auch der evangelische Theologe Martin Niemöller, ein führender Vertreter der Bekennenden Kirche, und Georg Elser, der am 8. November 1938 im Münchener Bürgerbräukeller ein Attentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze ausführte. Geschichtliche Fakten, die den Schülerinnen und Schülern im Geschichts- und Religionsunterricht der Mittel- und Oberstufe zu den beiden Widerstandskämpfern vermittelt wurden, konnten nun am tatsächlichen Ort des historischen Geschehens wahrgenommen werden. 

Zum Beispiel durch die Besichtigung der ehemaligen Arrestbauten des Konzentrationslagers. In den „Bunkern“ waren geistliche Sonderhäftlinge inhaftiert, so auch Martin Niemöller (Zelle 30). Am Westende des „Bunkers“ befindet sich auch die Zelle, die als Kapelle genutzt wurde. Dort ist der Kofferaltar ausgestellt, der für Gottesdienste genutzt wurde. Im Anschluss an die Erkundung von Außengelände und Ausstellung besuchten die Schülerinnen und Schüler im Kinosaal des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes die Vorführung des Dokumentarfilms „Konzentrationslager Dachau 1933-1945“ aus dem Jahre 1969. Dieser Film zeigt die Unmenschlichkeit und den Terror, und ist doch auch ein Dokument des Widerstandes, der Solidarität und des Mutes.

Kofferaltar

Es gibt gute Gründe dafür, dass die Studienfahrt zu einem Konzentrationslager an den Schulen obligatorisch ist. Nur der historische Ort mit seinen menschlichen Spuren und Zeugnissen vermag es schließlich, unsere Distanz zum gelernten Wissen zumindest teilweise aufzuheben und in persönliche Betroffenheit zu wandeln.

 

 

 

 

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