Das soziale Engagement unserer Schüler erstreckt sich über das Schulleben hinaus in die Stadt und Region Calw. Im Schuljahr zeigt es sich besonders an zwei Fixpunkten. Dem Sozialpraktikum der Klasse 9 und dem alljährlichen (nun schon zehn Jahre ununterbrochen andauernden) Einsatz der neunten und zehnten Klassen bei der Calwer Vesperkirche. 

Vesperkirche

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Seit bestehen der Calwer Vesperkirche arbeiten wir jährlich mit zweimal zwei Klassen und begleitenden Lehrerinnen und Lehrern für jeweils einen Tag bei der Vesperkirche mit und unterstützen diese durch unterschiedlichste Einsätze. Neben dem üblichen Einsatz in Service, Essensausgabe und Spülküche immer wieder auch durch besondere Aktionen unserer Schüler (vom Kleiderreparaturangebot an der Nähmaschine bis zu Erinnerungsfotos durch ein Fototeam unserer Schüler oder musikalischen Darbietungen zur Kaffeezeit am Nachmittag). Unseren Schüler*innen und den Gästen der Vesperkirche bereitet die Arbeit immer große Freude und bleibende Erinnerungen. 

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Sozialpraktikum

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Das fünftägige Sozialpraktikum der 9. Klassen am Hermann-Hesse-Gymnasium ist ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Es vertieft eine wichtige Komponente schulischer Bildung: Lernen soll nicht nur im Klassenzimmer stattfinden, sondern auch durch konkrete Erfahrungen im echten Leben. Genau dazu bietet dieses Praktikum einen wichtigen Raum.

Während des Praktikums engagieren sich die Schülerinnen und Schüler in sozialen Einrichtungen der Region, etwa in Kindergärten, Seniorenheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder anderen sozialen Hilfsangeboten. Dort übernehmen sie altersangemessene Aufgaben, unterstützen die Arbeit vor Ort und erleben den Alltag in sozialen Berufsfeldern aus nächster Nähe. Diese Begegnungen sind oft prägend, weil sie den Blick für andere Lebenssituationen öffnen und die Schüler*innen mit unterschiedlichsten Menschen in Kontakt kommen lassen, mit denen siie vielleicht sonst nie in Kontakt kämen, und das alles in einem begleiteten, geschützten Rahmen. 

Ein zentraler Gewinn des Sozialpraktikums liegt in der Persönlichkeitsentwicklung. Die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen, zuverlässig zu sein und sich in bestehende Strukturen einzufügen. Sie erfahren, dass ihr eigenes Handeln Wirkung zeigt – sei es durch Zuhören, Helfen oder einfach durch Dasein. Solche Erfahrungen stärken das Selbstvertrauen und fördern soziale Kompetenzen wie Empathie, Rücksichtnahme und Teamfähigkeit.

Darüber hinaus ermöglicht das Praktikum einen Perspektivwechsel. Viele Schülerinnen und Schüler erleben erstmals bewusst Situationen, die sich deutlich von ihrem eigenen Alltag unterscheiden. Sie lernen, andere Menschen mit Respekt und Offenheit wahrzunehmen und entwickeln ein besseres Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge. Das trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und soziale Verantwortung als einen wichtigen Wert zu begreifen.

Das Praktikum und seine Erfahrungen werden im Religions- bzw. Ethikunterricht vorbereitet und im Nachgang vertieft. Die Schüler*innen erhalten von der Schule Reflexionshilfen und schreiben über Ihre Erfahrungen einen klar strukturierten Praktikumsbericht.

Insgesamt leistet das Sozialpraktikum einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung. Es verbindet Lernen mit Erfahrung, Theorie mit Praxis und Schule mit Gesellschaft. Das Hermann-Hesse-Gymnasium versteht dieses Praktikum daher nicht als Pflicht, sondern als Chance: für persönliches Wachstum, für soziales Lernen und für die Entwicklung verantwortungsbewusster junger Menschen.

Fragen zum Sozialpraktikum beantwortet Euch und Ihnen gerne der zuständige Lehrer, Herr Luchner. (L.Luchner[æt]hhg-calw.de)