Lehrer und Elternbeiräte in Diskussion. Foto: Fenchel Foto: Schwarzwälder-BoteCalw. Über die Jugend von heute zu schimpfen ist kein Zeichen unserer Zeit. Schon der griechische Philosoph und Denker Sokrates, hat 420 v. Chr. die Jugend als respektlos bezeichnet.

Aber ist Respektlosigkeit ein ausschließliches Problem der Jugend? Oder betrifft das alle Altersgruppen und geht durch alle Gesellschaftsschichten? Und was ist eigentlich Respekt?

Mit diesen Fragen haben sich Lehrer und Elternbeiräte des Hermann Hesse-Gymnasiums (HHG) auseinandergesetzt. Angeregt durch den Impulsvortrag von Stephanie Schwarz, Landesjugendreferentin des Evangelischen Jugendwerkes, machte sich das Auditorium Gedanken, wo im Alltag Respekt, wo Respektlosigkeit auffällt und wo der Einzelne Respekt für sein Gegenüber empfindet. Warum bemerkt man Respektlosigkeit schneller, während man entgegengebrachten Respekt meist ignoriert? Eine Frage die zur Diskussion anregte.

Per Definition heißt Respekt: Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung. Wird das Wort Respekt wörtlich genommen, so wird schnell klar, dass wir es heute wie damals nicht allzu genau nehmen mit der Rücksicht. In den unterschiedlichen Medien werden heute rücksichtslos, also respektlos kompromittierende Bilder und Aussagen veröffentlicht.

Aber dann zeigen Medien auch, wie respektvoll eine Fußballmannschaft mit dem Gegner umgeht, gegen den sie haushoch gewonnen hat. Im privaten wie im geschäftlichen Bereich kann eine kleine Geste oder ein „Bitte“ oder „Danke“ Respekt ausdrücken und das Miteinander um einiges erleichtern. Wichtig dabei: Man muss es ehrlich tun, dann kommt es bei den Mitmenschen an.

Fazit des Abends: Gegenseitiger Respekt ist ein wichtiges Bindeglied für gute Beziehungen in der Schule und im Alltag. Diese Achtung erlangt man durch Kompetenz in verschiedenen Bereichen, ob nun sozial oder intellektuell. Wichtig ist diese Verhaltensweise zu pflegen und den Alltag damit zu bereichern.

Die Zeit war zu kurz, um explizit auf Respekt in der Schule einzugehen. Dennoch war man sich einig, dass Sokrates am HHG nicht so viel zu schimpfen hätte. Hier wird gegenseitiger Respekt gepflegt und wenn dies dann doch mal zu wünschen übrig lässt, so wird an der Schule darüber gesprochen.

Von Helena Fenchel

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