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2022 05 11 Bundswettbewerb Fremdsprachen

Acht Schülerinnen und Schüler am Hermann-Hesse-Gymnasium freuen sich derzeit über einen ersten Landespreis, den sie beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen erlangt haben. Diese Auszeichnung wurde den Mitgliedern der Fremdsprachen- und Film-AG für einen Kurzfilm zuerkannt, den sie im Herbst und Winter des laufenden Schuljahres produziert haben.
„Ursprünglich wollten wir einen Krimi in vielen Sprachen mit blutigen Szenen und viel Nervenkitzel drehen,“ erzählen zwei Schülerinnen, „dann hörten wir aber von einem Sonderpreis für Filme in französischer Sprache zum Thema „Freundschaft“, und so kamen wir auf den Titel unseres Filmes: „Comment trouver des amis dans une école?“ (Dt.: Wie man Freunde an einer Schule findet).


Anstatt des Sonderpreises haben die Schülerinnen und Schüler nun einen ersten Landespreis und eine Einladung zum Sprachenfest nach Potsdam Ende Juni gewonnen. Dort werden sie ihren Filmbeitrag in einer Theateradaptation präsentieren und sich auf Bundesebene mit Gruppen aus anderen Bundesländern messen.
Bemerkenswert an diesem Wettbewerbsbeitrag, so die betreuende Lehrkraft, ist, dass einige Schüler, die als zweite Fremdsprache Latein gewählt haben, eigens für den Film anfingen, ein wenig Französisch zu lernen. Das Medium Film bot hierfür die ideale Möglichkeit, denn was auf der Tonspur nach dem ersten Drehen noch nicht ganz perfekt war, konnte zu einem späteren Zeitpunkt nochmals neu gesprochen und nachvertont werden.


Der Film zeigt auf humorvolle Weise eine fiktive französische Ratgebersendung, in der eine Expertin und eine Moderatorin Alltagsszenen aus einer Schule kommentieren. Darin gelingt es einem scheinbar schüchternen Jungen, zunächst einen Freund und später auch eine Freundin zu gewinnen. Doch bevor sich alles zum Guten wendet, müssen Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Letztendlich, so die Moderatorin in ihrer Schlussbemerkung, ist Humor das entscheidende Kriterium für das Gelingen zwischenmenschlicher Beziehungen.

Der Film kann auf der Homepage des Hermann-Hesse-Gymnasium angeschaut werden.

 

Suchtp1

Am Dienstag, den 3. Mai 2022 erhielten die zehnten Klassen des HHG Besuch von einer Mitarbeiterin der Fachstelle Sucht. Zu Beginn stellten wir uns und unsere Erwartungen an die Veranstaltung vor. Uns interessierten z. B. Langzeitfolgen von Drogen.
Bei einer Umfrage von Frau Schüle ergab sich, dass die meisten von uns schon in Kontakt mit Drogen gekommen waren, hauptsächlich mit Alkohol. Unsere Erfahrung deckt sich mit dem Berufsalltag der Referentin, denn Frau Schüle berichtete von ihrer Arbeit in der Beratungsstelle, dass hauptsächlich Betroffene von Alkoholsucht kommen (75 %).

Im Anschluss besprachen wir, ab wann man von einer Abhängigkeit redet. Dazu gibt es ver-schiedene Kriterien, z.B. der zwanghafte Wunsch nach Gebrauch des Suchtmittels, eine To-leranzentwicklung des Körpers gegen die Droge und damit einhergehend eine Dosissteige-rung bzw. Entzugserscheinungen, eine fehlende Affektkontrolle, etc. Wenn mindesten drei dieser Kriterien vorliegen, ist eine Abhängigkeit gegeben. Wir klärten die Folgen, die der Missbrauch von Suchtmitteln haben kann. Dazu gehören kör-perliche Folgen (Gesundheitsschädigung), psychische Folgen (Psychosen) und auch soziale Folgen (Rückzug von Freunden, Familie). Als Beispiel für eine Schädigung des Körpers nannte Frau Schüle Bauchspeicheldrüsenentzündungen, die Alkoholkranke häufig haben.

Suchtp2

In einem Fall sei es danach zur Erblindung gekommen. Durch eine Schülerfrage ergab sich eine Diskussion über die Legalisierung von Cannabis. Die Referentin warnte in diesem Zusammenhang, dass sich vor allem bei Jugendlichen durch den Gebrauch von Cannabis Entwicklungsstörungen und Psychosen ergeben könnten. Als Extremfall stellte sie das Verhalten eines Klienten vor, der aufgrund von Cannabiskonsum unter einer paranoiden Psychose leidet. Wegen seiner panischen Angst abgehört zu werden, sei ein Gespräch mit ihm erst möglich gewesen, nachdem er fast 30 Minuten lang ihr Büro auf den Kopf gestellt, alle Schubladen geöffnet und sämtliche Kabel gezogen hatte.

In Gruppen erarbeiteten wir Gründe für den Konsum von Drogen, welche Wirkungen erhofft werden und welche Folgen tatsächlich bei dauerhaftem und übermäßigem Konsum eintreten können. Wir erkannten, dass wir uns vor allem positive Auswirkungen versprachen, dass es aber in der Realität durch häufigen und intensiven Konsum zu negativen Konsequenzen kommt.

Zur weiteren Information bekamen wir Material mit, z.B. 10 häufig gestellte Fragen zum Thema Alkohol.
Durch die Einheit haben wir erfahren, wie schädlich Suchtmittel, v.a. Alkohol sind und dass man deshalb den Konsum vermeiden oder doch zumindest stark einschränken soll.

(Schüler*innenbericht Klasse 10)

Litweb
Am Hermann-Hesse-Gymnasium wurden die diesjährigen Preisträger des Literaturwettbewerbs gekürt.

Unter dem vieldeutigen Motto „Auf der anderen Seite…“ waren die Schülerinnen und Schüler des HHGs auch in diesem Jahr dazu aufgefordert, ihre Kreativität im Schreiben unter Beweis zu stellen. Dazu hatte die Jury des Literaturwettbewerbs gemeinsam mit dem Förderverein des Hermann-Hesse-Gymnasiums erneut attraktive Preise in Unter-, Mittel- und Oberstufe ausgelobt.

Nach der sorgfältigen Sichtung aller Einsendungen wurden schließlich sieben Siegertexte ausgewählt, die „Auf der anderen Seite…“ auf ganz unterschiedliche Weisen interpretieren. Während in der Fabel von Elea Kramer (Klasse 7) die „andere Seite“ auf die doppelgesichtige Unaufrichtigkeit eines Fuchses anspielt, sind es bei Evelyn Ratz (Klasse 6) zwei Länder, in denen die Menschen völlig gegensätzliche Lebensweisen pflegen, und in der apokalyptischen Kurzgeschichte Nele Filipaks (Klasse 8) eröffnet die „andere Seite“ eine alptraumhafte Parallelwelt jenseits der Spiegeloberfläche. Bei Marco Langgärtner (Klasse 10) und Mirella Stumpf (Klasse 6) wurde die „andere Seite“ zum Jenseits, bei Sebastian Bez (Klasse 9) zu der Vergangenheit des Protagnisten, die sich durch Kriegserfahrung fundamental von der jetzigen Wirklichkeit abhebt. Bei Anna Filipak (K1) schließlich ist die „andere Seite“ ein Zwillings-Du.


Pandemiebedingt wurde in diesem Jahr die Preisübergabe nur im kleinen Rahmen veranstaltet. Um die Siegertexte von Elea (3. Platz Unterstufe), Evelyn (2. Platz Unterstufe), Mirella (1. Platz Unterstufe), Nele (3. Platz Mittelstufe), Sebastian (2. Platz Mittelstufe), Marco (1. Platz Mittelstufe) und Anna (1. Platz Oberstufe) dennoch einem breiteren Publikum präsentieren zu können, haben Mitschülerinnen und Mitschüler der Preisträger die Texte eingesprochen, so dass sie nun hier auf der Homepage angehört werden können.
Wir wünschen viel Spaß mit den Gewinnerbeiträgen des Literaturwettbewerbs 2022!

Hier können Sie sich die Texte der Preisträger*innen anhören:


Mirella Stumpf gelesen von Evelyn Ratz | Evelyn Ratz gelesen von Mirella Stumpf | Elea Kramer gelesen von Sarah Braun

Marco Langgärtner gelesen von Georg Rathfelder | Sebastian Bez gelesen von Silas Ramm | Nele Filipak gelesen von Silas Ramm 

Anna Filipak gelesen von Georg Rathfelder 


Die Mausefalle Plakat final 2022

Eine eingeschneite Pension in einem englischen Landsitz mitten im Nirgendwo. Fünf Gäste. Zwei Gastgeber. Ein Inspektor. Und eine grauenvolle Gewissheit: Einer von ihnen hat vor wenigen Stunden einen Mord begangen. In diesem Setting entspinnt sich die Handlung von Agatha Christies Die Mausefalle, in der Sergeant Trotter verzweifelt gegen die Zeit arbeitet. Denn eines ist gewiss: Der Täter wird wieder zuschlagen. In einem Umfeld, in dem jeder jeden verdächtigt, gehen sicher geglaubte Allianzen schnell zu Bruch. Wird es gelingen, den Mörder zu fassen, bevor er wieder zuschlagen kann? Wer das herausfinden möchte, sollte sich die Aufführungen der Mittelstufentheater-AG des Hermann-Hesse-Gymnasiums am Dienstag, den 17. Mai und Donnerstag, den 19. Mai um jeweils 18:00h im Forum des HHG nicht entgehen lassen. Tickets: 4 Euro für Schülerinnen und Schüler, 6 Euro für Erwachsene.
Chinesisch
Am 30. März – in den regulären Geschichtsstunden am Nachmittag – begleitete mich die ehemalige HHGlerin Claire Schubert in den Unterricht in der Klasse 10b, um den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Unterrichtseinheit über die Geschichte Chinas einen Einblick in chinesische Schrift und Sprache zu geben. Claire stellte die verschiedenen Laute des Chinesischen vor, betonte hierbei die Bedeutung der Tonhöhe und ließ die Schüler verschiedene Wörter und Ausdrücke nachsprechen. Anschließend erläuterte sie die Genese und den Aufbau der chinesischen Schriftzeichen und erklärte, wie chinesische Schriftzeichen mittels Pinyin transkribiert werden. Abschließend erzählte sie vom Alltagsleben in China und stand den Fragen der Schülerinnen und Schüler Rede und Antwort. Wie kommt es, dass sich Claire als junger Mensch so gut mit China auskennt? Nun, nach ihrem Abitur im Jahre 2018 verbrachte sie ein Jahr als Au-pair in Shanghai – eine Erfahrung, die sie nur weiterempfehlen kann. 

Ku