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Eine düstere Erzählung – dennoch mit viel Humor und Melodien, die noch lange im Kopf bleiben, bekamen die Zuhörer an zwei Abenden in der ausverkauften Calwer Aula geboten. Dort wurde das Unterstufenmusical des Hermann Hesse-Gymnasiums (HHG) "Friss oder stirb" aufgeführt. Das "Mitfiebern" des Publikums war nur in zweiter Linie der Hitze des Saals geschuldet – die Klimaanlage der Aula ist derzeit defekt. Geradezu wie bestellt wirkte der überhitzte Raum, ging es doch in dem Stück um eine Welt nach der Klimakatastrophe, in der Amtspiraten mit ihren bürokratischen Winkelzügen die überschwemmte Erde unsicher machen und dabei von einem Missgeschick ins nächste stolpern.Voller Witz und Spielfreude präsentierte das Großensemble aus mehr als 250 Schülern um Christian Buchholz (Komposition und Regie), Philipp Ratz (Orchesterleitung) und Julia Schuster (Einstudierung) eine märchenhaft-absurd verpackte Gesellschaftskritik, die immer wieder auf vergnügliche Weise Schwächen der globalisierten und medial bestimmten Welt aufs Korn nahm.

Inszenierte Spiel-Show

Auf der Bühne standen unter anderem drei "Verrückte" als Conférenciers, Amtspiraten, eine schöne Prinzessin und sogar der Tod in Person des Sensenmannes. Eigentlich ernste Themen wie Pedanterie, Bürokratie, Freundschaft, Liebe und Tod wurden nicht umgangen, sondern detailreich ausgespielt und so für die großen und kleinen Zuschauer fassbarer gemacht. Mit aufwendiger Licht- und Bühnentechnik wurde das Musical in Szene gesetzt. Die vielen Schüler in den Rollen, im Chor, im Orchester der Jungen Philharmonie Calw (in Kooperation mit der Musikschule), im Technikteam, in Kostüm und Maske machten aus einer Schulaufführung ein vollwertiges Musical-Erlebnis. Dieses gipfelte in einer per Videostream von der Hinterbühne inszenierten Spiel-Show "Friss oder stirb". An dieser wurden die (Fernseh-)Zuschauer interaktiv beteiligt und durften "über Leben und Tod" entscheiden. Die Kritik an Casting-Shows wie "Germany’s next Topmodel" war unverkennbar. Immer geschah die Kritik jedoch mit einem Augenzwinkern, mit einem leichten Lächeln. Kein belehrendes "Friss oder stirb", wie Kinder manchmal die Schule und Erwachsene das Berufsleben empfinden mögen. Stattdessen Aussagen und Bilder, die nachdenklich machen.

So hat es das Unterstufenmusical des HHGs wieder geschafft, aktuelle Themen in ein unterhaltsames Gewand zu kleiden und eine abendfüllende Show zu inszenieren.

Aus dem Schwarzwälder Boten (online) 18.07.2019 - 18:25 Uhr

Mehr Fotos in Kürze hier!

IMG 6101 sqWeit war es nicht. Ein kurzer Spaziergang nur entlang der Nagold von Calw nach Hirsau. Denn dort stand das Kloster, dessen Ruinen wohl jede und jeder, der in Calw und Umgebung wohnt, schon einmal gesehen hat. Doch diese Ruinen mit dem zu verbinden, was man im Geschichts- und Religionsunterricht über das Klosterleben gelernt hat, das war dann doch eine neue Erfahrung. Daher machten sich am 3. Juli die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen bei strahlendem Sonnenschein auf den Pilger-Weg nach Hirsau, um Altes, Neues und Überraschendes zu entdecken.

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Da ist zum einen die Aureliuskirche, die in ihrer Bauart und Atmosphäre aus der Zeit gefallen scheint. Hier erfuhren die Pilgerinnen und Pilger in einer Geschichte, die zum eigenen Forschen und Entdecken einlud, von den Anfängen des Klosterlebens in Hirsau. Noch lebendiger wurde es dann in der Ruinen der Peter und Pauls Kirche, die einmal die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war. Sich diese Dimensionen ausgehend von den heutigen Ruinen vorzustellen, ist gar nicht so einfach. Und so war Fantasie gefragt. Mit verbundenen Augen und mit den Händen auf den Schultern eines Klassenkameraden „schlängelten“ sich die Pilgerinnen und Pilger mit Hilfe des Kunstlehrers Herrn Folter durch die Basilika. Im Anschluss setzten sie das Erlebte in einer Zeichnung um.

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Bei einer dritten Station trafen die Gruppen auf Herrn Dr. Hartmann, den Vorsitzen des Vereins Freunde Kloster Hirsau. Äußerst anschaulich und lebendig erzählte er vom Leben der Mönche in Hirsau und von den revolutionären Neuerungen, die von diesem Kloster aus um die Welt gingen. Mit vielen überraschenden Details und Anekdoten brachte er die Pilgerinnen und Pilger zum Schmunzeln und zum Staunen. Und so kehrten nicht nur die Schülerinnen und Schüler sondern auch die begleitenden Religions- und Ethik-Lehrkräften Frau Althaus, Herrn Luchner, Frau Schuler und Frau Weiß zufrieden und gut gelaunt nach Calw zurück. (Sr)

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Am 15. und 16. Juli 2019, jeweils um 18.00 wird das neue Unterstufenmusical „Friss oder stirb!“ in der Aula am Schießberg aufgeführt. Auf der Bühne zu sehen sind: bürokratiebesessene Piraten, 1 verfressene Prinzessin, 3 entlaufene Verrückte und viele weitere skurrile Gestalten, in einer turbulenten Geschichte rund um Freundschaft, Betrug und die Grundfrage des menschlichen Lebens: Was ist richtiges Handeln in der Theorie und wie verdammt noch mal macht man das, wenn’s drauf ankommt? Publikum und Mitwirkende dürfen sich auf ein besonderes Ereignis in der Calwer Aula freuen. Spannung und gute Unterhaltung für alle sind garantiert. Unter Beteiligung der gesamten Unterstufe und der Jungen Philharmonie werden weit über 200 Akteure gemeinsam das Musical gestalten. Der Eintritt beträgt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Verkauf jeweils in den großen Pausen im Forum. 

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Calw-Oberriedt. Am 29. Mai ging die Klasse 10a zusammen mit ihrer Biologielehrerin Fr. Lauff auf eine biologische Expedition im Rahmen des Projektes „Ökosystem Streuobstwiese“. Ausgesucht wurde hierfür die Wiese an der Schwarzwaldstraße in Oberriedt, welche sich im Familienbesitz der ehemaligen HHG-Rektorin Fr. Theurer befindet und bereits wenige Male für Exkursionen genutzt wurde. Hier konnten die Schüler, nach einer kurzen Begrüßung durch die freundliche Besitzerin Ursula Theurer, welche spontan erschienen war, verschiedene Aspekte der Streuobstwiese erkunden.

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Expertengruppen wurden gebildet

Bereits im Vorfeld hatten sich die Schüler in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, und dementsprechende Materialien mitgebracht, wie Marmeladengläser zum Einfangen von Insekten, oder sogar einen Klappspaten. Ein Teil der Schüler sollte beispielsweise die Tierwelt der Wiese erforschen, während ein Anderer sich der Vermessung des gesamten Geländes verschrieben hatte. Mehrere Stunden verbrachten die jungen Biologen damit, Tiere und Pflanzen zu bestimmen, oder auch die Temperatur des Bodens festzustellen. Dabei war vor Allem die Artenvielfalt der Wiese überraschend groß.“Wir haben insgesamt 15 Tiere bestimmt, und wir hätten noch locker das Doppelte erreichen können“, so ein Schüler aus der Tiergruppe. Insgesamt verlief die Arbeit der angehenden Naturforscher sehr gut, sodass am Ende jede Gruppe ausreichende Ergebnisse vorzuweisen hatte.

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Gute Rahmenbedingungen

Die gesamte Exkursion wurde von hervorragenden Rahmenbedingungen begleitet. So herrschte bereits auf der kurzen Wanderung nach Oberriedt eine gute Stimmung, die männlichen Schüler stimmten sogar zeitweise zu einem Marschlied an, um die Stimmung nochmal zusätzlich zu heben. Das Wetter spielte an diesem Tag ebenso mit, während es am Vormittag noch bedeckt war, schien am Nachmittag sogar die Sonne hervor. Aber auch das leibliche Wohl der Schüler kam nicht zu kurz: Neben frischem Apfelsaft, der den Schülern von der Besitzerin zum Auftakt angeboten wurde, sorgte auch die nahegelegene Raisch-Bäckerei für eine ausreichende Versorgung.

Expedition war ein Erfolg

Alles in allem zogen die Schüler und ihre Biologielehrerin ein positives Fazit. Insgesamt identifizierten die Schüler über 50 Tier- und Pflanzenarten, und lernten dabei das Ökosystem auch noch auf andere Arten kennen. Da Streuobstwiesen sehr wichtig für die Natur sind und dennoch vom Aussterben bedroht sind, bleibt zu hoffen, dass Vielen ihr Besuch an diesem Tag noch lange in Erinnerung bleiben wird, um das weitere Überleben der Wiesen auch in Zukunft zu sichern.

von Samuel Molter

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Für die gemeinsame Exkursion des Gemeinschaftskunde- und Französischkurses der K1 fuhren die Schülerinnen und Schüler mit Frau Werz, Herrn Kopp und Herrn Gaffal an einem heißen Junitag mit dem Bus  ins Europäische Parlament nach Straßburg.

Das Programm der Führung in dem architektonisch beeindruckenden Parlamentsgebäude umfasste einen 3D- Kurzfilm, den Besuch der Tribünen des Plenarsaals und Informationen über die Arbeit des Parlaments. Die interessierten Schüler stellten z.B. auch Fragen zur Europawahl und zur Situation im Parlament nach dem Brexit. Anschließend besuchte die Gruppe die historische Innenstadt mit dem Münster, welches von zahlreichen Schülern besichtigt wurde. Nach der Mittagspause, in welcher Souvenirshops und aufgrund der Hitze eifrig Eisläden aufgesucht wurden, trafen sich die HHGler zu einer klassischen Bootsfahrt auf der Ill. Die Bootstour im glücklicherweise klimatisierten Ausflugsschiff führte durch die Petite France vorbei an historischen Gebäuden und typischen Fachwerkhäusern zum Gebäude des Fernsehkanals Arte, zum  Europaparlament, dem  Europäischen Gerichtshof und wieder zurück. Vor allem das Schleusen war ein spannender Moment. Nach einem sehr heißen, aber vor allem informativen und erlebnisreichen Tag ging es für die HHG-Schüler und- Schülerinnen wieder zurück nach Calw.

Laura Pereira, K1

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