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(Stand: 12.05.2021)

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

das Gesundheitsamt Calw hat die Schulen darauf hingewiesen, dass die Zahlen des Robert-Koch-Instituts und nicht die des Landesgesundheitsamts BW für die Entscheidung über die Wiederöffnung der Schulen maßgeblich seien. Da das RKI die Inzidenzen gegenüber dem Landesgesundheitsamt mit einem Tag Verzögerung berichtet, lag der Landkreis Calw erst am Dienstag, den 11.5. erstmalig unter dem Schwellenwert von 165. Folglich könnte erst der Montag, der 17.5. der fünfte Werktag in Folge unter dem Schwellenwert sein. Nach dem Infektionsschutzgesetz darf in diesem Falle der Wechselunterricht frühestens am Mittwoch, der 19.5. beginnen.

Ob dies so eintritt, bleibt abzuwarten. Wir informieren Sie so frühzeitig wie möglich über den Beginn des Wechselunterrichts in der Klassenstufen 5–10 sowie der Jahrgangsstufe 1.

Demnach findet am Montag und Dienstag, den 19. und 20. Mai 2021 weiterhin Fernunterricht statt. 

Wir halten allerdings an unserer Planung fest, dass wir ab Dienstag, den 18.5. wieder Klassenarbeiten in Präsenzform schreiben. Wir haben dazu einen Klassenarbeitsplan erstellt, der auf dem DSB veröffentlicht wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Gruppe 2 sollen zu diesen Zeiten in die Schule kommen und in den genannten Fächern Klassenarbeiten schreiben (in denen die Gruppe 1 im April bereits Klassenarbeiten geschrieben hat). Alle Lehrkräfte berücksichtigen im Fernunterricht die notwendigen Fahrzeiten.

Wir bieten in der nächsten Woche wieder Selbst-Schnelltestungen an. Solange wir im Fernunterricht sind, werden die Schülerinnen und Schüler vor der Klassenarbeit bzw. Klausur getestet. Einen Plan für Schnelltestungen finden Sie ebenfalls auf dem DSB.

Wir planen für den Beginn des Wechselunterrichts am Mittwoch, den 19.5. wieder ein klassenweises Testangebot in den ersten drei Stunden. Dabei sollen wieder aus dem Elternkreis freiwillige Testhelferinnen und Testhelfer zum Einsatz kommen. Vielen Dank für diese Unterstützung!

Weiterhin können am Präsenzunterricht nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die mit einem negativen Ergebnis an der Schnelltestung teilgenommen haben oder einen Nachweis über ein negatives Ergebnis einer anderen Schnelltestung vorlegen.

An den geplanten Klassenarbeiten müssen hingegen alle Schülerinnen und Schüler der Gruppe 2 teilnehmen, wobei wir getestete und ungetestete Schülerinnen und Schülern in getrennten Räumen unterbringen. Um dafür genügend Aufsichten zu haben, muss der reguläre Nachmittagsunterricht in den Klassenstufen 5–10 im Gegenzug von Dienstag bis Donnerstag entfallen.

Fast unbemerkt wurde während der vergangenen Wochen am HHG das neue Schulnetzwerk MNSpro installiert, in das alle Rechner eingebunden worden sind. In diesem Zuge wurden u. a. auch der Computerraum und die Bibliothek mit neuen PCs ausgestattet. Auch unsere neuen Monitortafeln sind an dieses Netzwerk angebunden. Um das Schulnetzwerk mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zu steuern und zu konfigurieren, nehmen von Dienstag bis Donnerstag sieben Kolleginnen und Kollegen an einer dreitägigen Administratorenschulung teil, wodurch Unterrichtsausfall verursacht wird. Ich bitte um Verständnis für diese einmalige und dienstlich notwendige Maßnahme.

Am kommenden Montag und Mittwoch stehen die letzten Abiturprüfungen in den Fächern Mathematik und Biologie an. Bisher sind die Prüfungen gut verlaufen, und wir hoffen, dass unsere Abiturientinnen und Abiturienten auch die letzten beiden erfolgreich absolvieren werden!

Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Feiertag und ein schönes verlängertes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen


Ihr Markus Köcher

Schulleiter

(Stand: 07.05.2021)

Bandprobe in der Schule? Zurzeit undenkbar. Die Schülerinnen und Schüler der HHG Schulband konnten trotz der aktuellen Bedingungen ein Musikvideo produzieren. Getreu dem Motto „Music never dies“, wurde das gesamte Bandleben in die virtuelle Welt verlagert. Dies brachte natürlich neue technische Herausforderungen mit sich, welche gemeistert werden mussten. Das Ergebnis ist unter folgendem Link zu sehen:

Billie Jean - HHG Schulband (Link zu externem Inhalt - Youtube)Bildschirmfoto 2021 05 03 um 17.33.27

Verantwortliche Lehrerin: J. Schuster - Leitung Schulband

Grafeneck

Es waren Fragen wie die zu Beginn gestellten, die in diesem Online-Seminar immer wieder aufkamen. Speziell interessierte die Schülerinnen und Schüler aber, wie es sein konnte, dass Ärzte, deren Ziel und Aufgabe eigentlich das Retten von Menschenleben ist, nun die Aufgabe des Tötens durch Gas übernahmen. Haben sie vorher gewusst, was sie tun müssen? Die Antwort, die die Leiterin des Seminars, Kathrin Bauer, hierauf gab, war eindeutig: Ja. Sie wussten es. Und sie taten es aus voller ideologischer Überzeugung.

Das Online-Seminar, das von der Gedenkstätte Grafeneck angeboten wird, bot tiefgehende Einblicke in die Geschehnisse in den Jahren 1939-1940 in Grafeneck. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren auch, dass an diesem Ort heute wieder behinderte Menschen leben und teilweise arbeiten. Zudem wurde über die Möglichkeit und die Notwendigkeit des Erinnerns an diese Verbrechen gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler der 9a und der 9b zeigten großes Interesse an den von Frau Bauer berichteten Informationen. Sie stellten viele Fragen, dekonstruierten gemeinsam nationalsozialistisches Quellenmaterial und diskutierten intensiv.
 
Bei einer Befragung im Nachgang des Seminars wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern als durchweg positiv bewertet. Sie bedankten sich für den „Einblick in das Leben der Menschen“, die damals an diesem Ort lebten und ermordet wurden – Frau Bauer stellte nämlich unter anderem die Laufbahn und das Leben eines Täters sowie das Leben und den Ablauf der Ermordung eines der Opfer dar. Dass so etwas nie wieder passieren darf, das steht heute in unserer Verantwortung, so der abschließende Appell von Frau Bauer.
 
T: Anna-Mareike Meinecke und Andreas Kuhn

Nach 16 Jahren am HHG – Anja Bergeron-Ziegerer übergibt an Susanne Molter

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Es ist schon etwas Besonderes, wenn Mitarbeitende ihrem Arbeitsplatz für so lange Zeit die Treue halten, vor allem an Schnittstellenpositionen, die viel an Flexibilität und Frustrationstoleranz erfordern. Solche Menschen sichern Kontinuität und Wiedererkennbarkeit einer Institution. Anja Bergeron-Ziegerer war für die vergangenen 16 Jahre eine solche Konstante am Hermann-Hesse-Gymnasium. Direktoren kamen und gingen. Sechs solche bleibenden oder kommissarischen „Regierungen“ des HHG hat sie in den 16 Jahren erlebt, die Hoch- und Tiefphasen mitgemacht, die der Schulalltag gerade im Sekretariat, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, mit sich bringt. Bei ihrer Verabschiedung vergangene Woche wurde dann auch klar, warum: 

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Groß war das Aufgebot an Verabschiedenden, das bereitstand, um „ihrer Anja“ oder „ihrer Frau Bergeron“ einen würdigen und vor allem sehr herzlichen Abschied zu bereiten. Schulleiter Dr. Köcher, die Elternvertreter Frau Neufang und Herr Hopp, die Schülervertretung (M. Rebmann und S. Heinrich), die Personalratsvorsitzende Frau Hebbeln und das – auf Abstand und mit Maske – fast vollständig versammelte Kollegium zeigten in ihren Abschiedsorten und Dankeschön-Aktionen, dass es wohl genau das war, was Frau Bergeron-Ziegerer so lange im Sekretariat des HHG gehalten hat: Viel persönliche Zuneigung, Verlässlichkeit in der Kooperation und eine weit über das – für Frau Bergeron-Ziegerer ohnehin selbstverständliche – normale Maß an perfekter Aufgabenerledigung gehende persönliche Beziehung zu den Menschen, die eine Schule ausmachen.

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So endete die für 16 Jahre – auf Wunsch von Anja Bergeron-Ziegerer – kurze Feier auch mit einem wahrlich verdienten stehenden Applaus für sie und vielen herzlichen Glückwünschen für ihren weiteren Lebensweg. Wie es Herr Dr. Köcher in seiner Abschiedsansprache treffend sagte, verliert das Innenstadtgymnasium mit Frau Bergeron-Ziegerer die Seele der Schule. Der weitere Kontakt aber – auch das wurde deutlich – ist durch die vielen persönlichen Freundschaften, die über die Jahre gewachsen sind, zum Glück, gesichert. 

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Für einen nahtlosen Übergang bei den Aufgaben des Sekretariats ist indessen schon gesorgt. Bereits in den vergangenen zwei Wochen wurde die Nachfolgerin im Sekretariat des HHG, Frau Susanne Molter (eine kurze Vorstellung finden Sie hier) in ihre Funktion am HHG eingearbeitet. Kollegium und Schulleitung am HHG hoffen, dass auch für sie die Schule zu einem zweiten Zuhause wird.